Pilzanbau auf Holzstämmen: Wie geht das eigentlich?

Frische Holzstämme werden mit Impfdübeln oder sogenannter Körnerbrut geimpft, d.h. von dieser Pilzbrut wächst das Pilzmycel (Pilzgeflecht) in das Holz ein und breitet sich dort aus. Impfdübel sind tatsächlich Holzdübel, die mit dem Pilzmycel durchwachsen sind. Impfung
Die Dübel in den Stamm einzubringen, ist recht einfach und geht schnell: Löcher bohren und die Dübel einschlagen.
Die Körnerbrut in die Stämme zu bekommen, ist etwas schwieriger: Entweder macht man Schnitte mit einer Kettensäge oder dicke Bohrlöcher. Die Brut wird dann in diese Stellen hineingefüllt. Damit die lose Brut nicht wieder herausfällt, müssen die Schnitte bzw. Löcher verschlossen werden.Impfung_brut.jpg
Jetzt brauchen Sie etwas Geduld: Das Pilzmycel besiedelt nun das Holz. Dafür lagern Sie die Stämme nun mehrere Monate unter Folie, entweder im Garten oder auch im Haus.
Foto unten: Schnittimpfung, mit breitem Klebeband verschlossen. Das Mycel wächst sogar schon aus dem Klebeband heraus (Mitte, nach oben). Impfung_schnitt.jpg
Foto unten: Austernpilzhölzer. Man erkennt fertig durchwachsene Stämme daran, dass das Pilzmycel an den Stirnseiten meist weiß oder beim Shiitake auch bräunlich erscheint. Staemme_karre.jpg
Jetzt kommen die Hölzer an ihren endgültigen Platz im Garten. Kurze dicke Hölzer wie z.B. für den Austernpilz graben Sie ca. 1/3 in den Gartenboden ein. Shiitake-Hölzer brauchen Sie nicht einzugraben, diese lehnen Sie z.B. gegen einen Zaun. Aufgepasst: alle Pilzhölzer brauchen Regen, also bitte nicht unter einen dichten Baum oder ein Dach setzen. Ab jetzt können Sie von den Stämmen einige Jahre mehrmals pro Jahr frische Pilze ernten. Staemme_beet.jpg
Wenn Sie jetzt genau wissen wollen, welches Holz für welche Pilzart geeignet ist, lesen Sie hier weiter: Anleitungen >

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